Vereinsgeschichte
Der Radfahrerverein 1893 Ottweiler wurde durch den Kaufmann Theodor Back gegründet. Weitere Gründungsmitglieder waren der Gärtner Konrad Reinshagen, der Feilenhauer Max Dulz und der Spediteur Otto Wachter. Das erste Radrennen wurde schon im Jahr der Gründung des Vereins, damals noch auf Hochrädern, auf dem Sportplatz in der Sauermilch durch-geführt. Laut Überlieferung fuhr Freiherr von Opel, der Gründer der Opelwerke, bei dem Rennen mit und stürzte auch mehrmals. Es wurde durch die Vereinsmitglieder eine Radrennbahn im Neuweiher gebaut. Beim Ausbau der Rennbahn kam es im Verein zu Missstimmungen, sodass das Vereinsleben im Jahre 1906 zum erliegen kam.
Nach dem Ersten Weltkrieg erweckte Herrmann Schmidt zusammen mit Wilhelm Sauter, Friedrich Sauter und Heinrich Sick den Verein zu neuem Leben. Mehrere Rennen wurden veranstaltet und die Radwanderabteilung nahm einen großen Aufschwung.
In den 30er Jahren gab es erneut ein Tief, das zum Teil auch durch die Gleichschaltung aller sporttreibenden Vereine im Reichsbund für Leibesübungen begründet war. Dem Einsatz von Emil Schramm und Heinrich Sick jun. im Jahre 1936 sind schöne Erfolge in der Radsportgeschichte von Ottweiler zu verdanken.
Der zweite Weltkrieg unterband dann die begonnene Aufwärtsentwicklung des Vereins.
Erst 1953 nahm der im Jahr 2000 verstorbene, langjährige Vorsitzende August Schiffler zusammen mit Wilhelm Holzapfel, Heinrich Sick jun., Alois Paul und Herrmann Schmidt die Vereinstätigkeit wieder auf. Egon Finkler begann zusammen mit anderen Interessierten Vereinsmitgliedern 1954 mit dem Hallen-Radsport und schuf eine Abteilung die, bei Kreis- und Landesmeisterschaften, zu einigen schönen Erfolgen kam.
Hervorzuheben ist die Kunstradsportlerin Ingrid Sterr. Auch die Fahrer Herrmann Betinger, Herbert Honecker, Klaus Casper sowie der Schülerfahrer Harald Schiffler sollen nicht unerwähnt bleiben.
Selbst die Liebe kam in dieser Zeit im Verein nicht zu kurz: Günter Herrmann, Mitglied im Weltmeisterteam Saarland 1955/56, lernte in der Kunstradabteilung seine Frau Rosel kennen.
Auch die Radwanderabteilung war in den 50er Jahren - nicht zuletzt wegen des Bundesfestes des Saarländischen Radfahrerbundes - das 1955 in Ottweiler durchgeführt wurde, zu hohem Ansehen gekommen. In den weiteren Jahren wurden in Ottweiler einige Radrennen und Wanderfahrten mit großem Erfolg durchgeführt. Ebenso das Radballturnier am 2. Mai 1964 an dem, neben Radsportlern aus Deutschland, auch Gäste aus Luxemburg teilnahmen. Gewonnen hat damals der amtierende Landesmeister aus Völklingen. Das 75jährige Bestehen wurde in sehr bescheidenem Rahmen vollzogen.
Aus den späteren Jahren sind sehr spärliche Erinnerungen vorhanden. Erst die Neugründung am 30.08.1987 mit dem Vorsitzenden Jörg Storch, sowie Johann Hesselink, Norbert Willberger, Peter Kranz und Jörg Schneider ist wieder dokumentiert.
Erstmals veranstaltete der Verein 1988 eine Rad-Touren-Fahrt - „Rund um den Wehrturm“ mit Strecken bis zu 115 km. Bis zum Jahre 1992 fuhr dann eine sehr gute Rennabteilung mit den Fahren Jörg Hesselink, Helmut Rübel, Jörg Schneider und Thorsten Storch in regionalen und überregionalen Straßenrennen mit Erfolg mit.
Seit 1992 ist Berni Kreutz erster Vorsitzender. Norbert Willberger, Gerhard Zahn, Jens Burger, Josef Wälder und Wolfgang Reinshagen gehören seit dieser Zeit ebenfalls zum ständigen Vorstand des Radfahrervereins 1893 Ottweiler.
Der Verein konzentriert sich in jüngster Zeit auf breitensportliche Bereiche wie Radwandern und Radtourenfahren. Viermal wurde mit großem Erfolg ein Radmarathon mit einer Strecke von über 250 km durchgeführt.
Seit 2008 ist Wolfgang Mitzel 1. Vorsitzender.
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